8 Situationen, in denen du deinen Autofokus ausschalten solltest

Wieso solltest du manuell fokussieren? Berechtigte Frage, finden wir. Der Autofokus an deiner Kamera ist ja eigentlich sehr praktisch. Es gibt aber wirkliche einige Situationen, in denen du lieber die Finger vom Autofokus lassen solltest.

Aber erst noch eine kurze Info am Rande: Wusstest du, dass es bis in die Mitte der 70er-Jahre gar keinen Autofokus gab?

Einige der berühmtesten Bilder sind also auch schon ohne Autofokus entstanden. Was die können, können wir auch!

Wann also ist es sinnvoll, auf den Autofokus zu verzichten?

#1 Wenn du nicht genug Licht hast

Das Problem kennst du vielleicht. Licht ist Mangelware, du willst ein tolles Motiv fotografieren, drückst auf den Auslöser und der Motor deines Autofokus fährt nur von einem Ende zum Anderen.

Wir denken wir sind uns einig, dass das keinen Spaß macht. Unser Vorschlag ist also: Autofokus ausschalten und die Sache selbst in die Hand nehmen.

#2 Wenn dein Motiv zu wenig Kontrast hat

Wenn du vor einer grauen einfarbigen Wand stehst und versuchst ein Foto zu machen, wirst du merken warum wenig Kontrast ein Problem werden kann.

Denn deine Kamera denkt sich „Das sieht doch alles gleich aus. Was zum Teufel soll der Quatsch?“ und tut nicht das was du von ihr möchtest, nämlich fokussieren. Und da ist es auch ganz egal, ob du super viel Licht draußen hast oder nicht.

Einfarbige Oberflächen, aber auch ein durchgehend blauer Himmel kann dann zu einem Problem werden. Auch hier ist es dann sinnvoll, einfach mal den Autofokus auszuschalten.

Hagia Sophia
Wand an der Hagia Sophia

#3 Wenn das Wetter bescheiden ist

Bescheidenes Wetter ist eigentlich immer doof, kann aber auch zu echt tollen Fotos führen.

Das Problem ist aber oft, dass dein Autofokus mit schlechtem Wetter eher nicht so gut klar kommt. Sollte es z. B. sehr schneien oder neblig sein, weiß dein Autofokus nicht mehr auf was er nun scharf stellen soll.

Im Zweifel verschwindet dein Motiv irgendwo verschwommen hinter den Schneeflocken. Aber hey, irgendeine Schneeflocke im Vordergrund ist gestochen scharf. Wenn du das nicht riskieren möchtest, stell deinen Autofokus einfach aus und stell ihn manuell ein.

#6 Wenn du nah an dein Motiv ran gehst – Makroaufnahmen

In der Makrofotografie hast du oft nur eine sehr geringe Tiefenschärfe. Das bedeutet gleichzeitig, dass du mit dem Fokus sehr präzise arbeiten musst.

Angenommen du hast eine Spinne vor deiner Linse und anstatt der Spinne ist die Leiter auf der sie sitzt scharf gestellt. Ärgerlich, oder?

In Situationen, wie dieser, lohnt es sich den Autofokus auszuschalten und manuell auf das Wichtigste im Bild zu fokussieren.

Schmetterlingsgarten
Schmetterlingsgarten

#7 Wenn dein Motiv schreckhaft ist

Tiere sind schreckhaft, vor allem in der Wildnis. Noch dazu haben sie ein echt sensibles Gehör und reagieren allergisch auf laute Geräusche.

Und egal wie gut dein Autofokus ist, er macht immer Geräusche. Wenn du die Gefahr nicht eingehen willst, dann schalte ihn lieber ab.

Tarsier Bohol
Der kleine Koboldmaki ist sehr, sehr schreckhaft.

#8 Wenn du durch etwas durchfotografieren willst

Bei uns sind das dann meistens Fenster, z. B. in einem Flugzeug oder erst vor kurzem als wir in Istanbul die Blaue Moschee aus dem Fenster in der Hagia Sophia fotografieren wollte.

Der Autofokus ist da oft überfordert und fokussiert auf das Fenster und nicht auf das Motiv dahinter.

Das gleiche kann auch passieren, wenn du durch einen halbdurchlässigen Vorhang oder einen Zaun fotografierst.

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